Nikon stellt „Meilenstein“ vor - Nikon1

| | TrackBacks (0)
starter.jpg„Einen Meilenstein in der Geschichte von Nikon“, so nannte es Christian Geuking, Vice President Nikon Europe, heute Morgen, als er auf der Pressekonferenz der Nikon Schweiz AG die neue NIKON1 J1 und V1 vorstellte. „Nikon definiert das Segment der Spiegellosen Systemkameras“ lies er die anwesenden Vertreter der Presse wissen.

DSC_38801s.jpgDas sind starke Worte und eine klare Ansage. Die Zukunft wird darüber entscheiden ob dem so ist oder nicht. Tatsächlich sind die Kernpunkte der Neuen Kameras alles andere als nichtig. Völlig neue Funktionen und ein äußerst schneller Prozessor sorgen für eine steigende Neugier. Extrem schnell bedeutet hier in Worten ausgedrückt, dass der neue „Expeed 3“ Prozessor mit zwei eingebauten Rechnerkernen über 600 Megapixel pro Sekunde verarbeiten kann oder anders ausgedrückt über 60Bilder pro Sekunde in voller Auflösung von 10,1 Megapixel verarbeiten kann. 

DSC_3888s.jpg
Dabei werden je nach Lichtverhältnissen zwischen 73 und 135 Autofokuspunkte zur Aufnahme verwendet. Neu ist auch das 1Bajonett an das die vier verfügbaren Objektive montiert werden können. Zur Verfügung stehen ab Verkaufsstart ein: 

  • 10-30mm f/3,5-5,6 
  • 30-110mm f/3,8-5,6 
  • 10mm f/2,8 
  • VR 10-100mm f/4,5-5,6 PD 
Letzteres ist speziell für den Videobereich gedacht und mit einem sogenannten Power Drive (PD) für besondere Filmeffekte ausgestattet. 

Für alle die bereits ein Arsenal an Nikkor Objektiven haben, wird es zudem einen F-Mount Adapter geben mit dem alle Objektive in vollem Umfang verwendet werden können. 

Neben den technischen Werten wie die Geschwindigkeit und die Aufnahmequalität gibt es auch neue Funktionen in der Aufnahmeart. 

DSC_3886s.jpg
Motion Snapshot“ ist vor allem eine Funktion die absoluten Funfaktor hat. Bereits während des Fokussierens wird eine kleine Filmsquenz aufgenommen. In der späteren Ansicht hat man also zu jedem Bild auch noch eine kurze Vorgeschichte. Das macht besonders Spaß bei Sportevents oder anderen Bewegungsreichen Bildern. Auf der Pressekonferenz war dies sicher die am meist getestete Funktion. 

Foto Smart Selector“ ist eine Funktion, die während der eigentlichen Aufnahme eine Sequenz von 20 Bildern aufnimmt und diese Auswertet. Dabei wird dann eines als das Beste Bild im Display vorgeschlagen. Ist man mit der Wahl nicht zufrieden, stehen 5 weitere aus dieser Sequenz in voller Auflösung zur Verfügung. Das hörte sich für mich erstmal nach einem langen Prozess an, der spätestens nach einigen Versuchen auf Grund der Geschwindigkeit und des Aufwands in der Versenkung verschwindet. Doch weit gefehlt. Der gesamte Ablauf ist so schnell und so einfach, dass man ihn eigentlich nicht wahrnimmt. Ein druck auf den Auslöser und schon erscheint eine Auswahl von 5 Bildern. Das macht z.B. am windigen Strand, im Stadion oder beim biken Sinn. 

Vom „Film Modus“ habe ich mir nicht so viel erwartet. Was sollte dort auch neues kommen, aber auch hier weit gefehlt. Filme werden in Full HD aufgenommen. Zudem kann man jederzeit Bilder aus dem Film als Aufnahme in Voller Auflösung aufnehmen. Vorbei ist die Zeit in der Bilder aus Video wie billige Screenshots wirkten. Insgeheim freue ich mich jetzt schon auf die Bilder im spritzenden Pulverschnee in den Schweizer Alpen. 

Nach all diesen Features sollte man nicht vergessen, dass man mit der Nikon 1 auch tatsächlich einfach nur fotografieren kann. Das die Ergebnisse dank der Technik, der Objektive und der bis zu 135 Autofokuspunkte spitze sind brauch ich hier nicht wirklich zu erwähnen. Daher weise ich hier noch auf die Serienbildrate von 60 Bildern pro Sekunde hin, die dank des Expeed3 realisiert werden kann. 

DSC_3883s.jpg
Zum Design und zur Optik. 
Was wurde nicht alles spekuliert und überlegt, wie wohl die Kamera am Ende tatsächlich aussieht. Wie vermutet ist es am Ende einfach schlicht, klassisch und auf das Wesentliche beschränkt. Ein Traum für Minimalisten und für alle die bisher Respekt davor hatten von ihrer Coolpix auf eine DSLR upzugraden. Die J1 mit Kunststoffgehäuse ist klein kompakt und liegt gut in der Hand. Mit meinen großen Händen hatte ich anfangs Angst etwas kaputt zu machen. Aber das Gefühl legte sich bald. Überaus stimmig im Aufbau und intuitiv bedienbar ist Sie eine schöne kleine Schwester zur V1. Einziges Manko hier ist der Blitz. Er ist im Gehäuse integriert und kommt bei Knopfdruck daraus hervor. Dieser Punkt ist mein einziger Kritikpunkt. Der Blitz wirkt auf seiner Halterung etwas wenig wertig und man bekommt leicht das Gefühl er könnte jeden Moment abbrechen. Dagegen besonders cool finde ich die verschiedenen Farben. Die J1 wird in den Farben Schwarz, Weiß, Silber, Rot und Pink auf den Markt kommen. 

DSC_3889s.jpg
Die V1 kommt gefühlt etwas Hochwertiger daher. Ein Magnesium Gehäuse lässt das kleine Kunstwert satt in der Hand liegen. Äußerer Unterschied ist der eingebaute optische Sucher. Als DSLR Nutzer hat man erstmal seine Zweifel an dieser Technik. Hier kann ich aber Entwarnung geben. Das Gefühl und die Handhabung sind Exzcellent. Einstellungen und Effekte sind wie bei der DSLR hervorragend abgebildet. Ein weiterer Unterschied ist der Fehlende Blitz. An dieser Stelle ist Platz für verschiedenstes Zubehör. Zur Markteinführung steht folgendes zur Verfügung. 

  • Blitzgerät SB-N5 als kompakter Blitz welcher zusätzliche LED Leuchten für die Videobeleuchtung hat. 
  • GPS-Empfänger GP-N100 
  • F-Bajonettadapter zur Verwendung anderer Nikkor Objektive 
  • ME-1 Mikrofon für bessere Klangqualität bei Videoaufnahmen. 
Beide Kameras werden ab 20.10.2011 in den Läden stehen. 

Die Einführungspreise werden bei den J1 Kits im Bereich von € 599/ CHF 708 starten. 
Bei der V1 starten die Kits bei € 869 / CHF 1.028.

Was haltet ihr von der neuen Nikon1? Hier gehts zur Diskussion und zu weiteren Bildern.

Weitere Informationen zu Preisen und den Kameras gibt es hier:

0 TrackBacks

Listed below are links to blogs that reference this entry: Nikon stellt „Meilenstein“ vor - Nikon1.

TrackBack URL for this entry: http://blog.nikonians.org/c/mt-tb.cgi/1708